Donnerstag, 05. November 2009

übrigens...

dass die studierenden besetzerInnen natürlich unterstützt werden müssen, versteht sich von selbst. für meinen einen. sehr schön dargestellt hat das florian klenk im letzten falter - es geht hier nicht bloß um die uni, es geht um bildungspolitik generell und deshalb: um eine zu verändernde politische un/kultur in österreich.

Montag, 02. November 2009

irritationen

es ist ein merkwürdiges gefühl, das sich beim betrachten der zumeist großformatigen fotografien von thomas demand einstellt (derzeit im mumok) - auf den ersten blick, glaubt man sich mit menschenleeren realen orten konfrontiert. auf den zweiten blick enpuppt sich das allerdings als täuschung: die orte sind modelle, minutiös nachgebildet und fotografiert - reproduktionen des medial vermittelten blicks. verblüffend, irritierend...

eine ganz andere art von irritation verfolgt quentin tarantino mit seinen "inglourious basterds": in seinem am italowestern ausgerichteten kriegsfilm wird den verbrechen der nazis eine mindestens ebenbürtig bestialische jüdische vergeltung gegenüber gestellt - was sich einerseits im nazi-schergen hans landa (wunderbarst: christoph waltz) und andererseits im amerikanischen lt. aldo raine (bewundernswert uneitel brad pitt) kristallisiert. tja - und wie schon angesichts der ausgestellten hässlichkeit im italowestern kann das feuilleton der lustvollen zertrümmerung der historischen und damit auch medial vermittelten tatsachen in der grammatik des kinos nicht allzu viel abgewinnen, was allerdings das vergnügen der kinolektüre nicht im geringsten einschränken sollte...

ganz anders tönt das feuilleton, wenn michael haneke in "das weiße band" einmal öfter den ursachen von gewalt und gewalttätigkeit auf der spur ist. das fiktive dorf eichwald gibt den hintergrund für die "deutsche kindergeschichte", die sich rund um verbrechen und unfälle in deutschland am vorabend des ersten weltkriegs dreht. und: auch dieser film ist ein großes erlebnis. eine beeindruckende studie einer puritanischen dorfgesellschaft im vorkriegsdeutschland, deren verbotskultur zwangläufig in grausamkeit münden muss. es ist eine stille irritation, der haneke nachspürt, in hartem schwarz-weiß, kompromisslos, vollkommen humorfrei.

und es bleibt zu vermuten, dass es genau diese humorlosigkeit ist, die das feuilleton beim thema faschismus erwartet, vielmehr verlangt. weshalb ein tarantinoscher umgang zwangsläufig ablehnung erfahren muss und für irritationen sorgt. was aber an sich schon wieder durchaus humoristische qualitäten besitzt, wenn etwa jens jessen in der zeit zum schluss kommt, dass tarantino womöglich eine filmästhetik jenseits aller moralischen absichten verfolgt... wehe! wehe! hör ich den pastor in eichwald in der dorfkirche plärren...

Dienstag, 13. Oktober 2009

riegler und neugebauer: zum mitskandieren

neugebauer: die anhebung der lehrverpflichtung...
riegler: ...führt real zur arbeitsplatzvernichtung!

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Donnerstag, 24. September 2009

was heißt: überleben?

bild: sony

was neill blomkamp mit "district 9" grandios gelingt - versemmelt chuck palahniuk in "survivor" ganz fulminant. neill blomkamp zeigt mit seinem durchaus räudigen SF-streifen, welche macht das genrekino entwickeln kann, während sich palahniuk in seinem roman über das sekten(un)wesen in den USA in manierismen und details verliert und sein heil in der umkehrung der lesezeit sucht...

freilich: hier werden äpfel mit birnen verglichen. auf der einen seite - ein SF-film mit semidokumentarischen interviewsequenzen zu beginn, verwackelt und verwischt: der tumbe tor wikus von de merwe wird ausgeschickt, um den zuseherInnen vor augen zu führen, dass die kafkasche verwandlung auch gut im kontext von rassismus funktioniert - mit esprit und viel witz plündert blomkamp das arsenal hinlänglich bekannter SF-dramaturgie und -ästhetik und montiert daraus eine soziologische versuchsanordnung, die es zulässt die absurdesten einfälle und volten souverän in den gesamtkontext einzufügen...

und genau da fliegen dem herrn palahniuk die semmeln um die ohren. das flickwerk rund um tender branson, den überlebenden der selbstmordsekte der creedish people, hält die belastungen durch die unzähligen weiteren subplots nicht aus - der roman weiß nicht mehr wohin, zerrinnt zur bösartigen satire, soll bekenntnis eines terroristen auf der blackbox eines entführten flugzeugs sein und nimmt eigentlich die macht der medien wie auch ein verfehltes aus/bildungssystem auf die schaufel - nur wohin mit alldem? ins australische outback...

Freitag, 18. September 2009

riegler und neugebauer: konkurrenz!

riegler: wir kriegen konkurrenz!
neugebauer: raue zeiten brechen an - aber: wir lassen uns unseren balkon nicht wegnehmen!

Dienstag, 15. September 2009

riegler und neugebauer: zum sitzenbleiben II

riegler: abschaffen will sie's!!!
neugebauer: nur über meinen sessel -

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Montag, 14. September 2009

riegler und neugebauer: zum sitzenbleiben

neugebauer: wir haben wahrlich gewichtigere probleme im schulwesen!
riegler: stimmt, du solltest deinem gürtel wirklich wieder einen daseinszweck geben.

Donnerstag, 10. September 2009

johnny...

foto: filmverleih

depp mimt john dillinger, in michael manns versuch über den klassischen gangsterfilm pulic enemies - und: es ist ein abgesang. dillinger vs. purvis (christian bale), so das gegensatzpaar, das in bewährter mannscher logik (heat) die beiden diametralen positionen markiert. dillinger - der draufgängerische, glamouröse, romantische und also: vertreter der vergangenheit - gegenüber purvis, dem boten der moderne, kalt und berechnend.

eine alte geschichte, vielfach verfilmt - in: neuen bildern. mann versucht sich mit der digitalkamera und erzeugt kalte, hochkünstliche, ins theatralische kippende bilder - konterkariert durch handkameraaufnahmen die den eher statischen sets dynamik entgegen setzen, wo die hochaufgelösten bilder mit unschärfen kollidieren, die präzision auf verwackelte bewegung trifft.

dualitäten also, in der geschichte wie in der formalen auflösung. handwerklich perfekt. und vielleicht deshalb bewegte mich der film nicht. riss mich nicht mit, ließ mich draußen - was irgendwie unbefriedigend war.

riegler und neugebauer: bildung auf einen blick 2009

riegler: ich mach mir meinen persönlichen reim drauf.
neugebauer: willst jetzt dem wolf martin konkurrenz machen?

Dienstag, 08. September 2009

riegler und neugebauer: hoffnung

riegler: der felderer hofft, dass der budgetdruck auf bund und länder diesmal zu reformen zwingt -
neugebauer: liab, gö?

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