alles was den bruckner beschäftigt: von filmen zu büchern, von musik zu web 2.0 und alten häusern, die renoviert werden müssen...
Freitag, 31. Oktober 2008
na fesch: teil 7
spannend die auskunft vom sprecher heimo lepuschitz des BZÖ an BBC betreffend das verhältnis petzner/haider: "He was a very good friend, it wasn't love." und süß (?) der versuch den lebensmenschen ins englische zu transferieren, wenn petzner folgendermaßen zitiert wird: "Joerg and I were connected by something truly special. He was the man of my life." manch eine/r wird sich jetzt fragen, was das jetzt bedeuten mag: lebemann? wie der falter vorschlägt...
Montag, 20. Oktober 2008
na fesch: teil 5
möglicherweise war haider tatsächlich noch nüchtern, als er seinen lebensmenschen petzner in velden "verließ". wahrscheinlich hatten die beiden streit und haider suchte trost bei einem anderen (lebensmenschen?).
detail am rande: der mythos haider setzte seinem zweifelhaften wirken ein tatwirklich-mythologisches ende - mit seinem phaeton raste er in den tod und ovids worte anlässlich des unfalls von helios' sohn mit dem vierergespann klingen einem in den ohren: „Die Erde geht in Flammen auf.“ ein bissl prosaischer zwar der petzner: „in kärnten ist die sonne vom himmel gefallen“ - in der sache allerdings goldrichtig. wendelin schmidt-dengler hätte sicher eine höllenfreude gehabt, ob dieses neuerlichen beweises hinsichtlich aktualität und brisanz des mythos.
bei dieser gelegenheit muss geschrieben werden - insbesondere angesichts der bilder von den begräbnisfeierlichkeiten zu ehren jörg haiders -, dass ich überhaupt nicht begreif, wie einem mann wie jörg haider posthum solche ehrungen zuteil werden, während ein wahrlich großer wissenschaftler und mensch wie wendelin schmidt-dengler beinah ohne öffentliche stellungnahmen beigesetzt wird.
detail am rande: der mythos haider setzte seinem zweifelhaften wirken ein tatwirklich-mythologisches ende - mit seinem phaeton raste er in den tod und ovids worte anlässlich des unfalls von helios' sohn mit dem vierergespann klingen einem in den ohren: „Die Erde geht in Flammen auf.“ ein bissl prosaischer zwar der petzner: „in kärnten ist die sonne vom himmel gefallen“ - in der sache allerdings goldrichtig. wendelin schmidt-dengler hätte sicher eine höllenfreude gehabt, ob dieses neuerlichen beweises hinsichtlich aktualität und brisanz des mythos.
bei dieser gelegenheit muss geschrieben werden - insbesondere angesichts der bilder von den begräbnisfeierlichkeiten zu ehren jörg haiders -, dass ich überhaupt nicht begreif, wie einem mann wie jörg haider posthum solche ehrungen zuteil werden, während ein wahrlich großer wissenschaftler und mensch wie wendelin schmidt-dengler beinah ohne öffentliche stellungnahmen beigesetzt wird.
Freitag, 17. Oktober 2008
Donnerstag, 16. Oktober 2008
na fesch: teil 3
stefan petzner, die neue orange hoffnung und einer von jörg haiders lebensmenschen, hatte heute die traurige pflicht, den medien zu berichten, dass jörg haider - wider erwarten! - alkoholisert war, als ihn der schreckliche unfall ereilte. wie der alkohol ins blut gelangen konnte und warum stefan petzner - als derjenige, der jörg haider ins schnittige dienstauto hievte - selbigem nicht davon abriet die karre noch in gang zu setzen, blieb unerwähnt.
merke: erwarte nicht von deinem lebensmenschen, dass er/sie dich davon abhält, sternhagelvoll auto zu fahren.
merke: erwarte nicht von deinem lebensmenschen, dass er/sie dich davon abhält, sternhagelvoll auto zu fahren.
Dienstag, 14. Oktober 2008
Montag, 13. Oktober 2008
na fesch: teil 2
kaum find ich wieder worte, um mich dieser so unfassbaren realität wortwörtlich anzunähern - erschüttert eine 142 kmh schnelle, kärntnerianische dienstwagentragödie das erdenrund: jörg haider macht uns den james dean und katapultiert sich ins nächste leben... das hinterlässt einen wie mich einmal mehr: schmähstad.
allerdings, die zukunft lässt gutes vermuten: stefan petzner, der designierte neue parteivorsitzende des BZÖ, jung, blond und: braun - wird zwar ob seiner vielfältigen neuen verpflichtungen kaum zur fertigstellung seiner diplomarbeit über udo jürgens kommen - aber: himmelherrgott, allein die vorstellung, dass jemand der dem udo jürgens eine diplomarbeit darbrachte im österreichischen parlament, vielleicht sogar in der österreichischen regierung sitzen wird... das gibt hoffnung!
allerdings, die zukunft lässt gutes vermuten: stefan petzner, der designierte neue parteivorsitzende des BZÖ, jung, blond und: braun - wird zwar ob seiner vielfältigen neuen verpflichtungen kaum zur fertigstellung seiner diplomarbeit über udo jürgens kommen - aber: himmelherrgott, allein die vorstellung, dass jemand der dem udo jürgens eine diplomarbeit darbrachte im österreichischen parlament, vielleicht sogar in der österreichischen regierung sitzen wird... das gibt hoffnung!
Freitag, 10. Oktober 2008
na fesch.
dank armin thurnher fand ich meine sprache wieder – die mir angesichts des wahlergebnisses 08 einfach weg blieb. sich mir versagte. ob des namenlosen grauens, das mit der thurnherschen wortschöpfung des „austrofeschismus“ wieder benennbar wurde und mich demnach des verstockten schweigens enthob: es österreicht.
was bedeutet: neben dem totgesagten haider west nun klon strache – und gemeinsam wird dem österreichischen „mia-san-mia“-reflex die rechte und somit richtige antwort gereicht: „na sicher, ihr österreicherinnen und österreicher, ihr werdet’s benachteiligt in eurem eigenen land, den ausländern wird alles hint und vorn einigsteckt, und ihr, ihr bleibt’s auf da streckn. die aufrichtigen und anständigen schauen durch die finger in diesem land – und die großkopferten, die firmenbosse und industriekapitäne, die können den hals nicht vollkriegen, wirtschaften in die eigene tasche, während der kleine mann (was in diesem fall beide geschlechtsteile miteinschließt, copyright h.c. strache) ob steigender steuerlast und inflation sich kaum mehr die butter auf sein brot leisten kann...“
was nicht weiter überrascht, weil eine schon seit mitte der 80er erprobte haiderianische suada, deren neuigkeitswert sich in den geschlechtsteilen verliert: wohl aber, dass diese antworten bei über 40% der jungwählerInnen am besten ankamen. deswegen von nazis zu reden, sei überzogen, beeilen sich die politischen kommentatorInnen zu konstatieren, allerdings: wovon dann? die rede und schreibe ist dann vom rechtspopulismus, die wählerInnen seien weniger ideologisch motiviert als vielmehr durch ängste und ressentiments. und letztere insbesondere gegen politische eliten: „die da oben (wozu übrigens auch die grünen gezählt werden), die sich’s schon viel zu lang gemütlich gemacht haben, mit ihren seilschaften und lobbys, ihren wohlerworbenen privilegien.“ erstere – die ängste – drehen sich insbesondere um die ökonomischen rahmenbedingungen das individuelle fort- und weiterkommen betreffend. parallelisiert und eng verknüpft damit fragen oder vielmehr antworten die nationale identität wie staatliche souveränität thematisierend: wir und die anderen.
was aber immer noch heißt: die jungwählerInnen kokettieren nicht nur mit den simplifizierenden auswürfen unseres funkelnagelneuen doppelgestirns am (pseudo-) politischen firmament, nein, sie geben ihre stimme dafür, gröhlen ihr bierzelttrunkenes „hazäh“ und lassen womöglich das holzhüttenholz signieren. besonnene stimmen mahnen, dass den angesprochenen ängsten und ressentiments immerhin bei wahlen und nicht durch gewalt ausdruck verliehen wird. weshalb die demokratie an sich nicht in gefahr sei. aber was wenn eine mit der regierungsbildung beauftragte partei, auf die idee kommt mit dem rechten doppelstern zu koalieren – oder: nach einem weiteren großkoalitionären scheitern der rechte flügel auf grund der stimmenmehrheit mit der regierungsbildung beauftragt werden muss? was bedeutet dann: die demokratie ist nicht in gefahr?
mit armin thurnher kann ich nur in den großen „was wir brauchen“-kanon einstimmen:
„wir brauchen eine populäre, nicht populistische politik, klar aritkuliert.“
ja, das brauchen wir.
„wir brauchen die ermutigung einer politischen öffentlichkeit, eine stärkung des öffentlich-rechtlichen rundfunks, der qualitätsmedien.“
ja, das brauchen wir.
„wir brauchen das politische gespräch, nicht bloß mediale lenkung der massen.“
ja, das brauchen wir.
„wir brauchen ein ende dieser österreichischen misere. es österreicht!“
um den geneigten leserInnen eine vorstellung davon zu geben -
wie so ein kanon performiert werden sollte - dank tom schaffer weiß ich auch das...
Where the Hell is Matt? (2008) from Matthew Harding on Vimeo.
was bedeutet: neben dem totgesagten haider west nun klon strache – und gemeinsam wird dem österreichischen „mia-san-mia“-reflex die rechte und somit richtige antwort gereicht: „na sicher, ihr österreicherinnen und österreicher, ihr werdet’s benachteiligt in eurem eigenen land, den ausländern wird alles hint und vorn einigsteckt, und ihr, ihr bleibt’s auf da streckn. die aufrichtigen und anständigen schauen durch die finger in diesem land – und die großkopferten, die firmenbosse und industriekapitäne, die können den hals nicht vollkriegen, wirtschaften in die eigene tasche, während der kleine mann (was in diesem fall beide geschlechtsteile miteinschließt, copyright h.c. strache) ob steigender steuerlast und inflation sich kaum mehr die butter auf sein brot leisten kann...“
was nicht weiter überrascht, weil eine schon seit mitte der 80er erprobte haiderianische suada, deren neuigkeitswert sich in den geschlechtsteilen verliert: wohl aber, dass diese antworten bei über 40% der jungwählerInnen am besten ankamen. deswegen von nazis zu reden, sei überzogen, beeilen sich die politischen kommentatorInnen zu konstatieren, allerdings: wovon dann? die rede und schreibe ist dann vom rechtspopulismus, die wählerInnen seien weniger ideologisch motiviert als vielmehr durch ängste und ressentiments. und letztere insbesondere gegen politische eliten: „die da oben (wozu übrigens auch die grünen gezählt werden), die sich’s schon viel zu lang gemütlich gemacht haben, mit ihren seilschaften und lobbys, ihren wohlerworbenen privilegien.“ erstere – die ängste – drehen sich insbesondere um die ökonomischen rahmenbedingungen das individuelle fort- und weiterkommen betreffend. parallelisiert und eng verknüpft damit fragen oder vielmehr antworten die nationale identität wie staatliche souveränität thematisierend: wir und die anderen.
was aber immer noch heißt: die jungwählerInnen kokettieren nicht nur mit den simplifizierenden auswürfen unseres funkelnagelneuen doppelgestirns am (pseudo-) politischen firmament, nein, sie geben ihre stimme dafür, gröhlen ihr bierzelttrunkenes „hazäh“ und lassen womöglich das holzhüttenholz signieren. besonnene stimmen mahnen, dass den angesprochenen ängsten und ressentiments immerhin bei wahlen und nicht durch gewalt ausdruck verliehen wird. weshalb die demokratie an sich nicht in gefahr sei. aber was wenn eine mit der regierungsbildung beauftragte partei, auf die idee kommt mit dem rechten doppelstern zu koalieren – oder: nach einem weiteren großkoalitionären scheitern der rechte flügel auf grund der stimmenmehrheit mit der regierungsbildung beauftragt werden muss? was bedeutet dann: die demokratie ist nicht in gefahr?
mit armin thurnher kann ich nur in den großen „was wir brauchen“-kanon einstimmen:
„wir brauchen eine populäre, nicht populistische politik, klar aritkuliert.“
ja, das brauchen wir.
„wir brauchen die ermutigung einer politischen öffentlichkeit, eine stärkung des öffentlich-rechtlichen rundfunks, der qualitätsmedien.“
ja, das brauchen wir.
„wir brauchen das politische gespräch, nicht bloß mediale lenkung der massen.“
ja, das brauchen wir.
„wir brauchen ein ende dieser österreichischen misere. es österreicht!“
um den geneigten leserInnen eine vorstellung davon zu geben -
wie so ein kanon performiert werden sollte - dank tom schaffer weiß ich auch das...
Where the Hell is Matt? (2008) from Matthew Harding on Vimeo.
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