Donnerstag, 20. November 2008

na fesch: teil 11

zurück in sein revier haben sie ihn verscheucht, die scheuchs, nämlich in die wahlkampfarena. kärnten wird wählen im frühjahr 09 und da wird mit sicherheit mit dem toten haider geworben werden, die augen werden feucht sein und wir werden das drama ein ums andere mal um die ohren geschlagen bekommen - und wem stünde diese inszenierung besser zu gesicht, als unserem sonnenanbeter und lebensmenschen...

Dienstag, 18. November 2008

positiv denken heißts:

deshalb - ab mit euren vorschlägen betreffend die netz-zukunft des ORF ans superinternet -
und hoffen, dass der herr lorenz tatwirklich ins pensionierte ausgedinge entsorgt wird.

Montag, 17. November 2008

na fesch: teil 10

uwe scheuch, der neue kärntner landesparteiobmann, verrät dem/der interessierten leserIn im derStandard.at-interview, wann und wo die kunst ihre grenze zu erkennen hat, nämlich
"Grenzen sind für mich dann erreicht, wenn der Einzelne oder Gruppen gedemütigt oder pietätlos behandelt werden und wenn es zu einem massiven Volkszorn kommt. Stermann und Grissemann haben die Kärntner Volksseele wirklich verletzt. Es ist auch Aufgabe der Politik, dass man die Meinung des Volkes kommuniziert und sich nicht in kritischen Fragen hinter irgendeinem Kunstverständnis versteckt."

na bitte: es scheint, als ob wir in kärnten jetzt auf jemanden stoßen, dem die einzelnen oder auch gruppen wirklich am herzen liegen: auf, auf ihr kärnter slowenInnen, führt dem herrn scheuch vor augen, wie gedemütigt ihr euch fühlt, wie pietätlos ihr seit jahrzehnten behandelt werdet: denn dieser herr misst ganz bestimmt nicht mit zweierlei maß!

PS: die kärntner volksseele könnte übrigens zur selbstentzündung des fußbodens in der für stermann&grissemann zuständigen agentur hoanzl geführt haben...

Montag, 10. November 2008

burn after reading

schon der vorspann verrät dem/der geneigten zuschauerIn worum es gehen soll: die kamera zoomt direkt vom weltraum in die geheimen hallen der CIA in langley/virginia, dazu werden die namen der schauspielerInnen mit digitalem klicken links und rechts ins bild geschossen: so wie es denn sein soll, in jedem agententhriller, der auf sich hält. nur, es wäre kein film der coens, wenn die typologie eines genres nicht mit hilfe der typologie zerlegt werden sollte.

so wird denn auch gleich zu beginn der CIA-agent osborne cox (john malkovich) auf grund seines alkoholproplems auf die straße gesetzt, woraufhin er prompt beschließt seine achso geheimen memoiren zu schreiben, während seine frau (tilda swinton) die scheidung plant und deshalb – auf anraten ihres anwalts – alle daten von der festplatte ihres wild memorierenden gatten kopiert und der sekretärin ihres anwalts weiter gibt, die die CD-ROM in ihrem fitnessstudio liegen lässt.

in selbigem gibt brad pitt den dumpfbackigen fitnesstrainer – beeindruckend selbstironisch mit blonden strähnen, beständigem kaugummigekaue und eingewachsenem ipod - und frances mcdormand die subchefin, die verzweifelt nach einer finanzierung für ihre dringend notwendigen körperrestaurations-OPs sucht. beide denken, dass sich mit dieser CD-ROM auf die schnelle eine ganze stange geld erpressen lassen würde.

ironische brechungen wohin man sieht: brad pitt als 80er-klon, clooney als permanent seitenspringender möchtegern-weiberheld, der im grunde nur nach anerkennung und bewunderung sucht und die allmächtige CIA, die am ende keine ahnung hat, was da überhaupt passierte und warum, aber froh ist, die akte schließen zu können – und die kamera zoomt sich zurück in den weltraum und zu den klängen von CIA-man von the fugs lässt sich gut aus dem kino tanzen.

lorenz versteht die welt nicht mehr -

- berichten einige blogger (wittenbrink, sebastian bauer, etc.) über elevate - das ORF-dialogforum zum thema “Public Media & Public Value im 21. Jahrhundert”. dem Programmdirektor Fernsehen des ORF, prof. wolfgang lorenz, sei es "scheißegal" was die jugendlichen im internet machen und - viel besser noch: es sei ihm auch "scheißegal" ob sie zuschauen oder nicht. denn die gesellschaft sei zu einer wellness-gesellschaft verkommen und die jugendlichen protestieren nicht mehr gegen die herrschenden strukturen, sondern verkriechen sich im internet. den sich im publikum regenden protest übersah der herr lorenz geflissentlich.

es scheint so, als ob es sich dabei um eine grassierende krankheit im ORF handeln würde - sozusagen ein weltverständnisproblem: nachdem der penisonierte ORF-journalist klaus emmerich den österreicherinnen und österreichern erklären musste, dass die schwarzen noch nicht soweit seien in ihrer politisch zivilisatorischen entwicklung einen präsidenten zu stellen und emmerich deshalb sowas wie einen rückzug der weißen amerikanerInnen ortet - sich demnach verkriechen, ist zu erwarten, dass sie dort auf die österreichischen jugendlichen treffen, die zweifelsohne nicht reif für ein lorenzsches ORF-programm sind und deshalb abtauchen...

zeit für einen wandel, auch in österreich. weg mit den alten männern!


Mittwoch, 5. November 2008

na fesch: teil 9

kärntn is ah wahhnsinn...
das auto des veranstalters der geplanten stermann&grissemann show wurde offenbar manipuliert - die radmuttern eines reifens wurden gelockert, der eventmanager bemerkte auf der fahrt von klagenfurt nach wolfsberg, dass der wagen schlingerte...

bewiesen ist damit naturgemäß nichts. allerdings scheint mir, dass hier auch von politischer seite interveniert werden müsste: es geht nicht an, dass ein herr dörfler oder sonstwer sich beim ORF betreffend einer satire beschwert, "weil ganz kärnten dabei zur lachnummer verkommt" - ähm, ja? und? himmel, wo sind wir denn hier? soll ganz österreich zu kärnten werden?

they could!

Montag, 3. November 2008

na fesch: teil 8

so dürfe mit der kärntner seele nicht umgegangen werden, sprach der neue kärnter LH gerhard dörfler angesichts des "skandalösen" auftritts von stermann&grissemann in "willkommen österreich". der ORF mache mit seiner berichterstattung kärnten zu einer lachnummer, weshalb das BZÖ kärnten eine unterschriftenaktion gegen den ORF starten werde.

womit er recht hat, der herr dörfler: endlich ließ sich lauhals lachen über diese kärntner unheimlichkeit, weil einem ob dieser schamlosen haiderverehrung ganz anders wurde - nachdem der mann mit 1,8 promille mit über 140 km/h seinem scheinheiligen wirken ein tatwirkliches ende setzte. er. nicht irgendjemand anderer.

und erinnert sei an freuds analyse des befreienden am witz wie auch die ursache des unheimlichen...