j. pröll: glaubst wiakli...
e. pröll: buali schau - de woin de gleichmocharei, de woin a undiffarenzierte einheitsmasse, de woin unsan nochwuchs zu de tüakn steckn...
na! des loss i net zua! so long i wos zsamm sogn hob, wiads koa gesomtschui gebn! sicha net!
im gegenteil: i wead a aufnohmsprüfung füa die gymnasien einfian, damit die tschuschngfrasta in ihra hauptschui bleibn und unseresgleichn in die AHS geht. so woa des imma scho - und so muass es bleibn.
j. pröll: no donn, onkl erwin, donn sog i da trixi, dass des so ins papierl einischreibt...
alles was den bruckner beschäftigt: von filmen zu büchern, von musik zu web 2.0 und alten häusern, die renoviert werden müssen...
Dienstag, 28. Dezember 2010
Montag, 27. Dezember 2010
Mittwoch, 22. Dezember 2010
thomas pynchon: natürliche mängel
thomas pynchons letzter roman, "inherent vice/natürliche mängel", geht runter wie öl. - L.A. in den späten sixties, den beginnenden 70ern. die blumenkinder tummeln sich noch, der vietnamkrieg tobt und geht in die endrunde, charlie manson hat seine mädels angestiftet ein paar pigs zu schlachten und mit bodenspekulation wird groß kohle gemacht... und mitten drin larry "doc" sportello, privatdetektiv, zuständig für LSD (lokalisierung, sicherheitscheck, detektei), immer locker-flockig-coole sprüche parat und den joint im mundwinkel. lesbar wie eine herkömmliche detektivgeschichte auf den spuren von hammett&chandler skizziert pynchon ein L.A. inmitten umfassender veränderungen: immobilienhaie definieren die geografie neu, heroin macht aus harmlosen kiffern sabbernde junkies, ständig auf der suche nach dem nächsten schuss, die sozialen bruchlinien zwischen arm und reich schlagen direkt in rassendiskriminierung und straßenschlachten um - kurz der summer of love weicht einem mausgrauen, konservativen herbst. vor diesem hintergrund versucht doc seinen fall zu lösen: seine exfreundin bittet ihn ihren entführten lover michael wolfmann - eben einen jener immobilienhaie mit definitionsmacht - ausfindig zu machen. schon der versuch heraus zu finden, wer denn dieser wolfmann nun ist, um eventuell eine idee davon zu bekommen, warum er entführt werden hätte können, wirft viel mehr fragen auf, als es antworten zu finden gibt, was doc aber ganz bestimmt nicht davon abhalten kann, noch weitere fragen zu stellen - nur: was wenn sich immer wieder fragen stellen lassen, die vermeintliche erkenntnis bloß bestandteil der täuschung ist und dementsprechend pynchons roman die geschichte einer geschichte... pynchon at it's best!
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