alles was den bruckner beschäftigt: von filmen zu büchern, von musik zu web 2.0 und alten häusern, die renoviert werden müssen...
Freitag, 23. Dezember 2011
elmore leonard: the complete western stories
erst mit dem remake von 3:10 to Yuma realisierte ich, dass elmore leonard - bevor er everybodys darling in hollywood auf grund der thriller- und krimi-stories wurde, die wegen ihrer dialoglastigkeit so gern verfilmt werden (z.b rum punch/jackie brown, get shorty, out of sight...) - sich seine sporen als groschenromanschreiber im western-genre verdiente. um im vorgestellten bild zu bleiben...
the complete western stories versammelt 31 geschichten, die zumeist am südlichen rand der USA lokalisiert sind, also in arizona und new mexico, veröffentlicht während der 50er jahre in unterschiedlichen organen wie etwa dem western story magazine oder bei zane grey's western.
beeindruckend ist vor allem die fähigkeit zur reduktion. es sind die sprichwörtlichen pinselstriche, die leonard benutzt, um die szenerie für die jeweilige story zu skizzieren. es sind nur ein paar sätze oder gedanken, die die jeweiligen protagonisten (frauen kommen eher selten und wenn dann am rand vor) charakterisieren und schon ist der plot gedraftet. und der ist zumeist ein zutiefst existenzieller: man's gotta do what a man's gotta do...
und zutreffender müsste man hier mit M geschrieben werden: die fragen, die hier in genre-üblichen western-settings verhandelt werden, sind jene nach den letzten dingen - was bedeutet mensch sein? ist es unter den gegebenen umständen möglich, menschlich zu handeln? konsequenterweise siedelt leonard seine stories zumeist in grenzbereichen an, dort wo nocht nicht sicher ist, welches gesetz geltend gemacht werden soll, dort wo sich mensch noch entscheiden muss...
"Listen, if there is no way to tell when death will come, then why should one be afraid of it?" (The Nagual)
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