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Donnerstag, 5. Januar 2012
Hände falten, Gosch'n halten...
Der Kommunikationswissenschafter Fritz Hausjell schreibt im Zusammenhang mit den Vorgängen rund um die Bestellung von Niko Pelinka zum Büroleiter von Alexander Wrabetz von einer Medienerregung - was in zweierlei Hinsicht bemerkenswert ist:
Erstens denkt Hausjell, die ORF-RedakteurInnen darauf hinweisen zu müssen, dass zu laute Kritik (Bashing!) nur den privaten Rundfunkbetreibern in die Hände spielen würde und deshalb ein Sägen am eigenen Ast sei. Zweitens wird die Diskussion als Medienerregung kategorisiert (und disqualifiziert), was dazu führt, dass die demokratiepolitische Dimension ausgeklammert und stattdessen - argumentativ - der Umgang mit Niko Pelinka ins Zentrum gerückt wird. Hierzu werden hämische bis persönlich beleidigende Statements verschiedener Komentatoren zitiert, die in Boulevard- und Revolverblättern sicher für ausgelassene Schenkel- und Schulterklopfer sorgen und sorgten. Aufgabe der (Qualitäts-)Medien sei es vielmehr - so Hausjell, Kritik an dieser Hetze zu üben - was Martin Blumenau übrigens schon am 29. Dezember unternommen hat ("Ich heule in solchen Chören nicht mit.").
Womit der Kommunikationswissenschafter auch schon am Ende seiner Analyse ist. Salopp gesprochen ließe sich das folgendermaßen eindampfen: Ein herzliches Hoit's de Gosch'n an die Adresse der ORF-RedakteurInnen und eine Ermahnung an Standard, Presse und Konsorten hinsichtlich Orientierung (mit gefalteten Händen), wo der Feind zu suchen sei - nämlich am Boulevard. Und schon ist die Welt wieder in Ordnung. Hausjell geriert sich demnach als Hüter des Status Quo, die Ordnung der Dinge - im durchaus Foucaultschen Sinne als Ergebnis der Struktur des Diskurses - soll erhalten bleiben.
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Mein Kommentar zu Hausjell hat es nicht durch die Zensur der Wiener Zeitung geschafft oder ist im Aether verglüht ^^
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Die heftige Erregung mit spöttischen Entgleisungen resultieren nur aufs den mit Füßen getretenen Rechten der Wähler ( respektive ORF-Seher, Basis-Parteimitglieder und so weiter ). Es ist lähmend tatenlos zuschauen zu müssen, was sich in Politik, Wirtschaft, Justiz und Körperschaften des öffentlichen Rechts abspielt.. Die Menschen reagieren halt emotional, wenn sie rational nichts mehr ausrichten können. Das ist bei mir nicht anders. So what? Abgedroschen aber wahr: Wer keine Hitze verträgt, darf nicht in die Küche gehen.
So einfach ist das.
um im bild zu bleiben: niko pelinka, scheint mir nicht unbedingt küchenkompatibel zu sein...
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