Dienstag, 03. Jänner 2012

Rote Karte für Wrabetz


Wrabetz rudert und tut so, als ob er die Aufregung rund um die Bestellung von Niko Pelinka nicht verstehen könnte. Und offensichtlich auch wirklich nicht versteht: Wie sonst könnte sein Brief an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ORF zu verstehen sein? Wrabetz weist darauf hin, dass er sich - so wie die anderen KollegInnen in der Geschäftsführung auch - seine engsten MitarbeiterInnen selbst auszuwählen gedenkt. Weil es ja nicht nur um fachliche Qualifikationen gehe, sondern auch um ein persönliches Vertrauensverhältnis. Woran es auch nichts auszusetzen gibt. Selbstversändlich soll sich Wrabetz diejenige Kanditatin/denjenigen Kandidaten auswählen, die/der ihm am besten geeignet erscheint, sowohl in fachlicher Hinsicht als auch weiche Faktoren berücksichtigend. Allerdings lässt Wrabetz' Argumentation außer Acht, dass eine politisch klar positionierte Person wie Niko Pelinka die Unabhängigkeit des ORF gefährdet und nicht positiv unterstreicht (was ein Ausschlusskriterium in der - nicht vorhandenen - Job-Description sein müsste). Niko Pelinka versicherte im Interview mit den OÖN, dass er die Sorgen der ZiB-RedakteurInnen ernst nehmen und mit Vehemenz daran arbeiten werde, die Bedenken zu zerstreuen, was in meinen Ohren wie eine Drohung klingt... "The proof of the pudding is the eating". Nur - Geschmack ist etwas zutiefst persönliches. Und dass dieser Pudding immer sozialdemokratisch (und also tot...) schmecken wird, versteht sich von selbst. Insofern beweist Wrabetz mangelndes Bewusstsein dafür, wass es bedeutet einen unabhängigen, öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu führen, beweist, dass er selbigen als politische Interessen zu bedienende Anstalt begreift (was insbesondere durch die weiteren Personalrochaden transparent wird - wie etwa die Bestellung von Thomas Prantner zum Vize-Technikdirektor) und disqualifizeirt sich demnach  als Geschäftsführer mit dieser Bestellung selbst.

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