Dienstag, 6. März 2012

#incommunicado, michel reimon


michel reimon hat einen text verfasst, ein "roman manuskript", irgendwo zwischen sachbuch und erzählender literatur - unentschieden changierend. es würde ihm um das erregen von aufmerksamkeit gehen damit, so der autor, um themen, die mehr öffentlichkeit bräuchten. ich kann nicht beurteilen, ob ihm das damit gelungen ist. allerdings nehme ich für mich in anspruch, mich mit literatur und dem sprechen und schreiben über selbige durchaus recht gut auszukennen. und von dieser warte aus gesprochen, muss fest gehalten werden - die romanstruktur rund um die gut recherchierten (leider nicht mit fußnoten versehenen) einschübe historischer, politischer, philosophischer, popkultureller etc. natur wirkt doch recht bemüht. die charaktere bleiben schablonen ohne fundament - und wenn ein solches gezeichnet wird, dann regiert der holzschnitt.

nicole kolisch empfiehlt zusammen mit leyrer noch einen klugen lektor - ich würde insbesondere eine lektorin mit einschließen, da mich insbesondere die darstellung der weiblichen hauptfigur anna recht unglücklich gemacht hat... wie auch immer: es ist nichtsdestotrotz ein interessantes schreibprojekt - und weil unter CC lizenz veröffentlicht, lädt es auch dazu ein, daran weiter zu arbeiten: wohlan, sind wir gespannt, was noch daraus werden wird...


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