der von gürtelrasern und wienzeile-rallyeisten verursachte autolärm, sei der kategorie stadtsymphonie zuzuordnen, so die fromidable frau bobo-knecht im kurier am wochenende. das ist einfach zu drollig: die stadtbekannte kolumnistin und buchautorin deren hinlänglich bekanntes (weil ausgiebig in ihren kolumnen ausgewalzt) bobo-dasein konsequenterweise fernab von der geräuschkulisse von gürtel und wienzeile zur aufführung gelangt, moniert, dass eine lebendige metropole schnelle - und also: laute - straßen brauchen würde. und zwar rund um die uhr, damit "müde menschen schnell nach hause kommen, eltern zu ihren kindern, verliebte zu ihren geliebten."
früher empörte ich mich noch herzergreifend, über frau knechts oberflächliche argumenationen - wenn sie etwa darlegte, dass sie zwar eh ein schlechtes gewissen hat, aber froh ist, dass sie ihre kolumnen-zwillinge in der kuscheligen netten bobo-schule unterbrachte. super, frau knecht - sie sind wirklich das beste beispiel für den zynismus einer ausschließlich auf den eigenen vorteil bedachten gesellschaft, die zwar vordergründig so tut als sei sie super-locker und eh links-alternativ-grün und sonst was - aber halt nur so lang selbst davon profitiert wird. irgendwann nannte man das opportunismus.
okay - mein lachen war wohl eher ein zynisches und weniger ein herzhaftes...
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